schreibkraft.
wenn wir aufstehen und in einen spiegel blicken, wenn wir davor liegen und einfach weiter ficken. mein regenschirm in deiner soße. wenn es nicht so wäre und mutter und vater anders wären und aufwachsen immer auch größer werden geheißen hätte. meine vergangenheit bleibt ein kleines sarkastisches fest zwischen den nächten und deine lippen sind auch nur für die letzten stunden genug; um mich gleichgültiger zumachen.
ein eingang zwischen häusern, alte holztore und ein gelangweilter türsteher. wer den eingang bewachen muss, den sollte interessieren, was drinnen ist und draussen bleiben muss. doch unter den laternen sieht man weder richtig rein noch raus; und so bleibt der bewacher ein schlafender riese ohne meinung und macht. wir straucheln mit unseren erschöpften körpern durch enge menschen und weite töne; wir lächeln; wir trinken und rauchen und tun so, als wäre das hier ein unendlicher spass und als wäre morgen nur dazu da, um heute noch besser zu machen. wir liegen auf versperrmüllten sofas und stampfen in engen hosen auf feuerfesten böden. mehr und mehr und doch kein koks. wir machen das nicht, wir trinken uns tot. danke und eine gute nacht und bis zum nächsten mal und also auch: bis morgen. der rest in einem taxi und ein fahrer erzählt und ein passagier schweigt und lässt sich fahren. „deine hände sind kalt, johann" „deine möse ist mir zu trocken, julia"
und weiter schweigen sich die fremden an und versuchen zu warten und zu lieben und zu träumen. wer will, der kann und wer muss, der sollte scheißen gehen, weil verstopfungen immer schlecht sind. eine schreibverstopfung bleibt schlimmer und durchfall wäre jetzt besser. wie die dumpfen worte fallen könnten und nicht wollen und wie kleine finger über blätter huschen und alle tasten unberührt bleiben und der morgen langsam seine lichter über unsere köpfe bricht. ein bisschen krank und ein bisschen tod. wir werden heute noch erleben und wir werden heute noch vergessen. was war und ist oder kommen wird. meine augen sind nur noch dunkle ringe und ein rest an seele. was man sehen soll, zeige ich jedem, der nicht fragt und auch allen anderen. eine kleine stunde und überhaupt: stolper und klopf! drück deine eier mit daumen und zeigefinger und frage dich: ist es das? wer will spielen und regeln vergessen? das taxi kommt an und wir zahlen und straucheln beim bettfinden und fallen kurz nach der tür einfach um. wir lieben uns und auch nur schauspiel und versuch und groß angelegtes leuchtturmschauen.
nach drei und wir sollten wach werden. „wie spät war es?", fragt julia.
am abend ist es immer ruhig und wir halten hände und schreien nur leise. meine arme schmerzen vom festhalten und stillhalten und deine augen tropfen leicht blutig vor dich hin und vor unseren füßen liegt eine schmale welt voll mit liebenden herzen. "wollen wir frühstücken?", fragt julia "ich mag kaffee und was essen könnte man auch...", raune ich. "mensch könnte...man sollte nicht so viel man benutzen, nicht öffentlich jedenfalls.". julia ignoriert mich angemessen und "dann also laugenbrötchen und kaffee - zieh dich an."
und wenn es dann wieder nacht wird, und wir uns dem kleinem stücken leben hingeben und in lauten räumen ein neues groß suchen und es steht vieles am rand und was bleibt und geht und kommt und wir drehen runden über tanzflächen und unterleibe und ausgänge und den rest.
[fiktiver auszug aus nichts für niemanden. #etc.]